Nach drei Jahren Existenz unseres Blogs wurde zum ersten Mal unser Blog im GF in einem für alle Mitglieder zugänglichen Bereich thematisiert- von einem neuen User Namens Silencio.

Er fragte allgemein zu den mehreren Kritiken zum GF im Internet, wie wir darauf auf unserer Seite „Rezensionen und Zensurversuche“ hinweisen. Silencio bezieht sich so eigentlich nicht nur auf unserem Blog. Aber in der Folge wurde nur unser Blog diskutiert – naja, nicht wirklich diskutiert, vor allem diffamiert.

Es fiel nicht ein einziges Wort zu unserem Inhalt, zu den von uns ja eigentlich reichhaltig diskutierten Themen – den verschiedenen Mobbinginstrumenten. Kein Zitat, nichts.

Die graue Eminenz Thanepower meldete sich als erste – und stellte und in eine rechte Ecke. Rechts heisst ja heute nichts anderes als rechtsextrem und das heisst ja nichts anderes als Nazi. Zwischen Rechtsliberal, Rechtskonservativ, Rechtspopulistisch, Rechtsextrem, Faschistisch und Nazi wird ja zur Sicherheit mal kein Unterschied gemacht – es geht ja darum, den Gegner zu diffamieren.

Dabei wird übersehen, dass wir zum Beispiel die erste temporäre Sperre vom üblen Revisionisten Turtok dem Fetten als zu milde kritisiert haben – tatsächlich wäre, dem Massstab anderer Sperrungen folgend, eigentlich gleich eine dauerhafte Sperre notwendig gewesen. Aber mit so Details beschäftigt man sich offenbar nicht.

Nein, unser Gremium kommt aus dem ganzen politischen Spektrum, und viele unserer Zuschriften stammen definitiv nicht nur aus dem rechten Spektrum.

In dem ganzen Thread „Kritik am Geschichtsforum“ kommt nicht ein einziges sachliches Argument, nicht ein einziges Zitat wird gebracht und darauf eingegangen.

Stattdessdessen bezeichnet man uns als Leute, die sich bei Mutti ausheulen möchten, die ein zu hohes Geltungsbedürfnis und zuviel Zeit haben.

Zum Argument zuviel Zeit: Für uns war halt das GF unsere Soap Opera, unser DSDS, unser Sudoku oder Monopoly Spiel – indem wir gerne ein wenig mitmischten. Aber eigentlich ist das seit zwei Jahren weitgehend vorbei.

Und, 100 Beiträge kennt unser Blog, diese Beiträge sind nach unseren schmerzlichen Erfahrungen zwischen April 2014 und Mai 2015 schnell geschrieben gewesen – ein El Q hat 40 000 Beiträge, ein Thane fast 5000 und auch der jämmerliche Matze007 fast 700. Das ist mal schon gar kein Argument, zumal es eigentlich gelten müsste, sich sachlich mit den Kritikpunkten auseinanderzusetzen.

Und das hätte schon im Herbst 2013 geschehen können – als Marek1964 einige Hinweise erbrachte, warum dieses Forum an einem Mitglieder- und Beitragsschwund leidet. Völlig verlogen ist die Einlassung von El Quijote, es handele sich hier um ein Mitglied, das alle Negativbewerter als Charakterschweine bezeichnet habe. Man möge sich die Diskussion „Anregungen und Änderungswünsche“, im „Kommentare und Meinungen zum Forum“ Unterforum, ab dem 17.10.2013, anschauen. Er stellte damals ja noch nicht einmal in Frage, dass es Negativbewertungen geben soll. Nur auf eine Einlassung von Rena8, einer netten Person, schrieb er, die Abschaffung der Negativbewertungen wäre auch eine Lösung, aber wohl nicht möglich. Und jede Negativbewertung sei „irgendwo“ schmerzlich. Das war alles. Er kritisierte vor allem destruktive Rotbommel an Neumitgliedern.

Damals hätte man die Kritik, die Marek und andere gebracht haben, noch ernst nehmen können. Erste Hinweise auf den Niedergang der Plattform waren längst da, aber man hätte reagieren können. Aber das wollte man nicht – Kritik war Nestbeschmutzung. Auch EL Qs Behauptung, Marek hätte gefordert, es solle auf „Änderungswünsche“ sei stante pede reagiert werden, das forderte Marek nie.

Aber eine Umfrage, die eine Mehrheit von 82% für die Änderung der Wiederholregel zielte (man solle das gleiche Mitglied nicht erst nach 20 weiteren Mitgliedern bewerten können, sondern nach 10 oder noch früher,) wurde nach drei Monaten nicht beantwortet. Das ist alles andere als stante pede im modernen Internet. Dieser ganze Thread inklusive Abstimmungsergebnis wurde nach und nach gelöscht – zuerst gezielt einzelne Beiträge von Marek, dann die halbe Diskussion, schliesslich der ganze Faden. Man wusste also schon – hier hat man was, wozu man nicht stehen kann.

Man muss sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, wieviel Beiträge die Plattform im Vergleich zu ihrem besten Jahr, 2008, verloren hat: Ein Minus von 85,5%. Seit dem Herbst 2013 ist es ein Minus von 58%,

Ganz drastisch ist der Verfall von Mitgliedervorstellungen, einem wichtigen Frühindikator für das Interesse am Forum, zumindest für die meisten Bereiche der Geschichte nach 1914. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2008 waren das 116. In diesem Jahr waren es ganze drei – das ist ein Rückgang von 97,4%. In den ersten Oktoberwochen 2013 waren zum ersten Mal zwei Wochen lang keine MV zu verzeichnen – auf diesen Fakt machte Marek aufmerksam – der Beitrag wurde gelöscht. Vorher noch machte Ursi die arrogante Bemerkung „gähn“.

All diese Zahlen lassen sich auf archive.org resp. in den Mitgliedervorstellungsthreads im GF nachprüfen. Also keine rechte Propaganda. Knallharte Fakten.

Statt sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, sollten sich die Moderatoren und Mitglieder des GF Gedanken dazu machen, bevor sie Kritiker lächerlich machen.

Recht hat der Mobber dekumatland damit, dass man eigentlich nur noch ein Forum aus IM und Stasimitarbeitern hat – es ist so, wie wenn es die DDR ohne Mauer gegeben hätte – die Abstimmung mit Füssen, die ab 2008 einsetzte, war 2013 schon offensichtlich, heute ist das ganz drastisch.

Aber die Rechthaberei unserer Mobber und ihrer Loyalisten kennt da keine Grenzen.

Seit zwei Jahren haben wir keinen Post hier gemacht, nur auf die vereinzelten Wortmeldungen von Lesern reagiert. Da wir es gesehen haben und seither nur uns die Zahlen des Verfalls mit einem gewissen Genuss anschauen. Ja, so wahnsinnig interessant ist die Sache eigentlich nicht. Da überschätzen sich Maglor und Co. dann doch. Aber hin und wieder schauten wir die Zahlen nach und lächelten still.

Nun haben uns unsere Mobber selbst wieder dazu gebracht, was zu schreiben.

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